Finanzielle Soforthilfen für kleine Unternehmen und Solo Selbständige

Letztes Update 13.04.2020

Liebe Mandanten,

wir haben sicherlich nie zuvor solch turbulente Zeiten erlebt. Die Krise trifft uns alle, nun bereits seit einigen Wochen. Auch wenn gewisse Lockerungen vielleicht absehbar sind, wird uns das Thema sicherlich noch sehr lange beschäftigen. Daher sind verlässliche positive Nachrichten derzeit mehr als wichtig. Das Positive vorab: Diese Zeit wird enden. Nur wissen wir alle noch nicht, wann das herbeigesehnte Ende kommt.

Als Berater beschäftigt uns natürlich das Thema, wie können wir Euch/Sie als Unternehmer unterstützen? Gewinne, Kosten sind derzeit nicht in unserem Fokus; Liquidität und Zahlungsfähigkeit sind die beherrschende Frage.

Informationen über Finanzhilfen sind im Netz unbegrenzt verfügbar. Wir wollen daher mit diesem Blog in gebotener Kürze unseren Kenntnisstand als Anstoß aufgeben. Es geht uns darum, Themen und Möglichkeiten zu vermitteln. Lange Texte zu technischen Abläufen wollen wir uns sparen. Wer in Krisenzeiten Kosten sparen muss, kann sich heutzutage gut selbst informieren und sollte nicht zusätzliche Beratungskosten auslösen. Wer als Unternehmer aber die Arbeiten gerne in professionelle Hände legen möchte: Wir können Ihnen/Euch alle Punkte gerne im persönlichen Gespräch erläutern. Das ist unser Angebot für Sie/Euch.

Zu jedem Abschnitt folgen eine Themenbeschreibung und anschließend unsere persönliche Meinung als Unternehmer. Bitte beachtet, dass dies keine abschließende Beratung, sondern nur Denkanstöße sind. Was ist möglich

  1. Kurzarbeitergeld
  2. Stundung von Steuerzahlungen
  3. Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
  4. Finanzierungen und Darlehen
  5. Zuschüsse für Kleinunternehmer
  6. Motivation von Mitarbeitern – steuerfreie Bonuszahlungen

Den Punkt zur Aufhebung der „Corona bedingten Aufhebung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020“ haben wir hier extra nicht aufgenommen. Wir stehen das gemeinsam durch und müssen dann auch mit dieser (sicherlich sinnvollen) Maßnahme nicht beschäftigen.
Der Blog wird von uns laufend auf seine Aktualität überprüft. Dennoch kann es aufgrund der schnellen Veränderung vorkommen, dass Thema noch nicht den letzten Stand hat.

Kurzarbeit

Kündigen in Zeiten, in denen Arbeitnehmer den Wert des Unternehmens darstellen?

Soweit Unternehmer ihre Mitarbeiter nicht mehr beschäftigen können, stellt sich die Frage der Kündigung? Dies in Zeiten, in denen Arbeitnehmer den Wert des Unternehmens darstellen? Daher hat die Bundesregierung kurzfristig die Kurzarbeit für eine größere Gruppe von Unternehmen nutzbar gemacht.

  1. Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  2. Anfallende Sozialversicherungsbeiträge werden für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent erstattet.
  3. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  4. In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Der Unternehmer kann somit flexibel die Arbeitszeiten prozentual anhand des Auftragsbestands steuern. Geschlossene Filialgeschäfte können die Kurzarbeit mit 100% nutzen; andere können bestehenden Auftragsbestand bearbeiten und vielleicht für 20% der Zeit Kurzarbeit anmelden. Wichtig ist, dass im Rahmen der Kurzarbeit die Arbeitnehmer nicht bei Arbeit sind.

Arbeitnehmer ohne Kinder erhalten für die Zeit der Kurzarbeit 60% ihres aufgrund der Kurzarbeit ausgefallenen Nettoarbeitslohn; mit Kindern erhöht sich der Anspruch auf 67%.

Wichtig ist: Die Änderungen sind bereits am 13. März 2020 Gesetz geworden und rückwirkend zum 1.März anwendbar. Die besonderen Vorschriften sind befristet bis zum 31. Dezember 2021. Die Anzeige kann durch den Unternehmer selbst elektronisch erfolgen. Die Anzeige ist aber zwingend erforderlich und formale Voraussetzung für die spätere Zahlung von Kurzarbeitergeld (KUG). Sollten die Systeme überlastet sein, kann dies auch (wer es noch hat) per Telefax erfolgen.

Technisch erfolgt die Abrechnung der Kurzarbeit über die laufende Lohnabrechnung. D.h. der Arbeitgeber hat neben dem laufenden Arbeitslohn auch das Kurzarbeitergeld an den Arbeitnehmer auszuzahlen! Anschließend erhält der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt erstattet. Dies kann aber Liquiditätsprobleme auslösen, da Lohnzahlungen und KUG Erstattung sicherlich nicht zeitlich parallel erfolgen werden!

Thomas Schwarz: „Vor einigen Wochen habe ich mich mit Mitarbeiterbindung und Entgeltoptimierung beschäftigt. Jetzt plötzlich Kurzarbeit. Ich höre von meinen Kunden immer: Die Krise kann man nur gemeinsam überstehen und hoffentlich sind alle Mitarbeiter dann noch an Bord. Daher der Hinweis: Kurzarbeit beantragen ist ein gutes Mittel, nutzt es als Arbeitgeber. Wenn es aber für den Unternehmer finanziell möglich ist, kann man den Auszahlungsbetrag für den Mitarbeiter während der Kurzarbeit aufstocken! Von 60% des aufgefallenen Nettolohns können viele Arbeitnehmer nicht leben. Der Arbeitgeber kann daher den Betrag selbst aufstocken ohne dass das Kurzarbeitergeld gekürzt wird!“

Stundung von Steuerzahlungen

Viele Steuerzahlungen können gestundet oder Vorauszahlungen herabgesetzt werden

Soweit Unternehmen von der Corona Krise betroffen sind können nach derzeitigem Stand viele Steuerzahlungen entweder zinslos gestundet oder auf Antrag Vorauszahlungen herabgesetzt werden. Dies betrifft:

  1. Vorauszahlungen und Abschlusszahlungen zur Körperschaftsteuer
  2. Vorauszahlungen und Abschlusszahlungen zur Gewerbesteuer
  3. Vorauszahlungen und Abschlusszahlungen zur Einkommensteuer
  4. Umsatzsteuer
  5. Die Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer 2020 kann auf Antrag herabgesetzt werden. Sich ergebende Guthaben werden – vorbehaltlich der Verrechnungsmöglichkeit mit fälliger Lohnsteuer – ausgezahlt.

Die Finanzverwaltungen sind gehalten, Ermessensspielräume sehr großzügig auszulegen. Auf einen gutbegründeten Antrag, der sich auf Schwierigkeiten der Corona Krise beziehen muss, wird eine Herabsetzung oder Stundung mit Sicherheit gelingen. Hierzu haben die Finanzverwaltungen für ein vereinfachtes und beschleunigtes Verfahren entsprechende Antragsmuster auf ihren Webseiten veröffentlicht, die per Email vom Steuerpflichtigen persönlich einzureichen sind.

Eine Stundung der Lohnsteuer ist nicht möglich, da es sich um die Steuer des Arbeitnehmers und damit um Lohnbestandteile handelt.

Anke Surborg: Nutzen Sie alle Möglichkeiten zur Liquiditätsschonung, da nicht absehbar ist, wie lange die Krise anhält. Gleichzeitig ist aber zu beachten: Eine Stundung heißt nur dass die Zahlung später fällig wird. Nicht dass sie entfällt. Daher Stundungen nur beantragen, wenn dies finanziell erforderlich und die spätere Zahlung auch einplanbar und möglich ist.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Eine Stundung von Sozialabgaben schafft in jedem Fall Liquidität. Aber Vorsicht

Grundsätzlich können Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte für das Unternehmen darstellen würde. Hierzu ist ein Antrag mit ausreichender Begründung an die jeweilige Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle zu richten. Die Verlautbarung der Sozialkassen hat folgenden Inhalt:

  • Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge zunächst für die Monate März und April 2020 gestundet werden. Stundungen sind längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Juni 2020 zu gewähren. Vorrangig müssen allerdings die mit dem "Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für Kurzarbeitergeld“ sowie mit der „Verordnung der Bundesregierung über Erleichterungen der Kurzarbeit“(Kurzarbeitergeldverordnung –KugV) geschaffenen Entlastungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden.“
  • Wird eine Stundung bewilligt, werden Stundungszinsen nicht berechnet. Auch einer Sicherheitsleistung bedarf es nicht.
  • Ebenfalls soll von der Erhebung von Säumniszuschlägen oder Mahngebühren abgesehen werden.
  • Eine glaubhafte Erklärung des Arbeitgebers, dass er erheblichen finanziellen Schaden durch die Pandemie, beispielsweise in Form von erheblichen Umsatzeinbußen, erlitten hat, soll in aller Regel ausreichend sein. Diese Hilfestellungen sollen auch für freiwillig in der GKV versicherte Selbstständige gelten. Bei diesen Selbstständigen ist allerdings zu prüfen, ob vor einer Stundung auch die Möglichkeit einer Beitragsermäßigung wegen eines krisen-haften Gewinneinbruchs in Betracht kommt.

Thomas Schwarz: Eine Stundung von Sozialabgaben schafft in jedem Fall Liquidität. Aber Vorsicht bei der Stundung: Der 26. Mai 2020 ist in 5 Wochen. Wer alle Beiträge stunden lässt, muss an diesem Tag die Sozialversicherungsbeiträge für 3 Monate in einem Zuge entrichten. Dies muss in der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden. Und wer Darlehen oder Finanzierungshilfen beantragt, muss dies in den Zahlungsplänen für den Antrag ansetzen

Finanzierungen und Darlehen

Die KfW übernimmt im Verhältnis zur Hausbank 80% bis 100% des Risikos.

Insgesamt haben wir leider bereits die Erfahrung gemacht, dass Kreditanträge noch nicht so schnell bearbeitet werden können, wie die wirtschaftliche Situation es erfordert. Auch die Mitarbeiter der Hausbanken um mit den Anfragen und der Situation zu Recht kommen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat ein großes Programm zur Finanzierung von Unternehmen mit Darlehen aufgesetzt (https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html). Die Darlehensmittel müssen aber zwingend über die Hausbank beantragt werden. Eine direkte Antragstellung bei der KfW ist unverändert nicht möglich!

Die KfW übernimmt im Verhältnis zur Hausbank je nach Anzahl der Mitarbeiter bis zu 100% des Risikos.

Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern

DerKfW-Schnellkredit 2020 (verfügbar ab dem 15.04.2020) fördert Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) und ist für die Hausbank zu 100 % durch eine Garantie des Bundes abgesichert. Das erhöht deutlich die Chance, eine Kreditzusage zu erhalten. Die Eckpunkte sind:

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
  • keine Risikoprüfung durch die Hausbank
  • maximaler Kreditbetrag: bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019 und bei Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten maximal € 500.000 bzw. bei Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten maximal € 800.000
  • Laufzeit bis zu 10 Jahre Zeit (bis zu 2 Jahre keine Tilgung)
  • Voraussetzung: Im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 wurde ein Gewinn erzielt

Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern

Die Hausbanken können Kredite unter Absicherung von 80% bzw. 90% ihres Risikos durch eine Bürgschaft der KfW gewähren. Damit verbleibt beiden Hausbanken ein Restrisiko von 10% bzw. 20%, welches die Beantragung für alle Beteiligten aus dem Mittelstand derzeit erschwert. Nachfolgend auch hier die Eckpunkte:

Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf

  1. 25 % des Jahresumsatzes 2019 oder
  2. das doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  3. den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen

Wenn ein Unternehmen mindestens 3 Jahre am Markt aktiv ist bzw. zwei Jahresabschlüsse (Geschäftsjahr und Vorjahr) vorweisen kann, ist ein Kredit für Investitionen und Betriebsmittel möglich.

Zusätzlich zur KfW gibt es für den Standort Hamburg „Rettungsdarlehen“ für Betriebsmittel bis zu € 250.000 für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die durch die Corona-COVID-19 Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind aus dem Programm „Hamburg Kredit Liquidität (HKL“). Die Beantragung der Darlehen ist technisch noch nicht möglich. Weitere Informationen sind hier zu finden:https://www.ifbhh.de/magazin/news/coronavirus-hilfen-fuer-unternehmen.

Die Unterlagen können aber vorbereitet werden, damit nach Freischaltung der Antrag sofort eingereicht werden kann:

  • Zusammenstellung von aussagekräftigen Unterlagen zum Nachweis, dass sich das Unternehmen vor der Corona-COVID-19 Krise nicht in Schwierigkeiten befand. Am besten sollen entsprechende BWA und/oder Jahresabschlüsse, insb. zum 31.12.2019 sowie 2017 und 2018 vorgelegt werden
  • Kurze Beschreibung, inwieweit Sie mit Ihrer Unternehmung von der Corona-COVID-19 Krise betroffen sind.
  • Abschätzung Ihres Liquiditätsbedarfs zur Deckung von laufenden Fixkosten.

Thomas Schwarz: Wie bei jedem Kredit wird es auch hier wichtig sein, eine nachvollziehbare, plausible und realistische Planung der Hausbank vorzulegen. Die Planung in Zeiten der Corona Krise ist natürlich mit erheblichen Unsicherheiten belegt. Dies muss im Antrag ersichtlich werden. Auch sollte die Planung – wie auch in Zeiten vor der Krise – die Möglichkeiten der Rückzahlung aufzeigen.

Finanzielle Soforthilfen für kleine Unternehmen und Solo Selbständige

Vorsicht bei der Beantragung - Betrugsversuche

Leider schrecken Betrüger auch in Krisenzeiten vor nichts zurück: In einigen Bundesländern versuchen Betrüger durch „Nachbau“ der offiziellen Webseiten die Daten der Antragsteller abzufangen und anschließend in betrügerischer Absicht mit den abgefangenen Daten eigene Anträge mit Betrugsabsicht zu stellen. Daher empfehlen wir unbedingt, nur direkt auf die offiziellen Webseiten zuzugreifen und diese nicht über Suchmaschinen anzusteuern.

Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz

Die Bundesregierung hat ein Soforthilfeprogramm aufgesetzt, welches eine finanzielle Soforthilfe mit direkter Auszahlung an die Betroffenen ermöglicht. Berechtigt sind Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, Soloselbständige (Einzelunternehmer oder freie Mitarbeiter) wie auch Angehörige der freien Berufe. Zusätzlich haben die Länder eigene Förderungen eingerichtet, die zusätzlich zum Zuschuss der Bundesregierung gezahlt werden. Beide Zuschüsse können gemeinsam bei den jeweiligen Landesbehörden im Onlineverfahren beantragt werden:

Berlin
https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/corona-zuschuss.html

Hamburg
https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs

Hessen
https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe

Niedersachen
https://www.soforthilfe.nbank.de/

Schleswig Holstein
https://www.ib-sh.de/aktuelles/news/aktuelle-meldung/antrag-auf-gewaehrung-einer-soforthilfe/

Zeitpunkt
In den meisten Ländern kann der Antrag bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden!

Sachverhalt

DerZuschuss gilt als finanzielle Soforthilfe für entstehende Kosten(quasi der Fixkosten ohne Unternehmerlohn bzw. Geschäftsführergehalt)und erfolgt rechtsformunabhängig als Einmalzahlung für Unternehmen mit maximal 10 Beschäftigten. Beschäftigte gelten als Vollzeitäquivalente (bei Überschreiten der Arbeitnehmeranzahl ggf. Anzahl der Teilzeitbeschäftigten prüfen und hochrechnen!). Der Zuschuss ist einkommensteuerpflichtig!

Zuschuss

Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten bis € 9.000 als Einmalzahlung für 3 Monate
Unternehmen bei bis zu10 Beschäftigte erhalten bis € 15.000 als Einmalzahlung für 3 Monate

Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 % reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Ziel

Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten

Voraussetzung

Nachweiswirtschaftlicher Schwierigkeiten in Folge von Corona. Das Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein und der Schadenseintritt erst nach dem 11. März 2020 erfolgen. Dieser Nachweis wird im Antragsformular abgefragt.

Antragstellung

Die Antragstellungen erfolgten ausschließlich elektronisch über die Portale der Bundesländer. Die Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass durch Corona sind bei Beantragung eidesstattlich zu versichern.

Hinweis

Eine Kumulierung mit anderen Beihilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, aber auch mit bestehenden Beihilfen ist möglich.

Motivation von Mitarbeitern – steuerfreie Bonuszahlungen

Bonuszahlungen bis zu € 1.500,00 steuerfrei und sozialversicherungsfrei

In einer Krise gibt es immer zwei Seiten: Ein Unternehmen ist geschlossen und von der Existenz bedroht. Ein anderes Unternehmen, weiß nicht wie es den plötzlichen Arbeitsanfall bewältigen soll. In beiden Fällen ist es umso wichtiger, die Mitarbeiter zu motivieren und zu binden

Das Bundesfinanzministerium hat in einer Pressemitteilung veröffentlicht, dass einmalige, zusätzlich zum laufenden Arbeitslohn gezahlte Bonuszahlungen bis zu € 1.500,00 steuerfrei und sozialversicherungsfrei gezahlt werden können (https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/ Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/04/2020-04-03-GPM-Bonuszahlungen.html). Die Sonderzahlungen müssen im Zeitraum zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 gezahlt werden. Während in der politischen Diskussion dies ursprünglich auf das medizinische Personal beschränkt werden sollte, ist die Pressemitteilung unerwartet umfassender und schließt alle Beschäftigten ein. Vor der Auszahlung empfehlen wir das weitere Gesetzgebungsverfahren abzuwarten, um mögliche spätere Risiken auszuschließen.